Die Rede ist vom hochmotorisierten Individualverkehr. Insbesondere von jenen Geräten, die Distinktionszwecken dienen und ihren überwiegend männlichen Besitzern ein Gefühl von Wichtigkeit, Bedeutung und Macht geben sollen. Diese Art der Nutzung von Technologien steht leider in krassem Widerspruch zu dem Anliegen, weltweit halbwegs akzeptable Lebensbedingungen wiederherzustellen und zu sichern. Die entsprechenden Geräte sollten daher aus dem Verkehr gezogen werden. Ihren Besitzern sollten alternative Möglichkeiten aufgezeigt werden, was sie gegen ihre Minderwertigkeitskomplexe und ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein tun können … und für bessere Lebensbedingungen auf dem Planeten!

Berufspendler Landsberg am Lech – München – Landsberg am Lech

Morgens zweihundertdreißig mal fünfzig Kilometer in den Westen der großen Stadt und am Abend dasselbe zurück nach Hause in den Osten der Kreisstadt macht dreiundzwanzigtausend Kilometer pro Jahr.

Bei sechskommasieben Liter pro hundert Kilometer macht das tausendfünfhunderteinundvierzig Liter Super im Jahr. Istgleich dreitausendfünfhundertvierundvierzigkommadrei Kilo Kohlendioxid.

Von Haus zu Firma und von Firma zu Haus durchschnittlich je siebenundsechzig Minuten im Auto sitzen ergibt pro Jahr dreißigtausendachthundertzwanzig Minuten. Istgleich etwas mehr als einundzwanzigkommavier Tage Einsamkeit in der Blechschachtel umgeben von abertausenden weiteren Einsamkeiten in Blechschachteln.

Hochgerechnet auf ein Arbeitsleben von fünfunddreißig Jahren: Achthundertfünftausend Kilometer gefahren, dabei einhundertvierundzwanzigtausendundfünfzigkommafünf Kilo Kohlendioxid in die Luft geblasen und einemillionachtundsiebzigtausendsiebenhundert Minuten Einsamkeit in der Blechschachtel ertragen … das sind etwa siebenhundertundfünfzig vollständige Lebenstage oder zweikommaeinsnullvier vollständige Lebensjahre.