… everybody in the world“ singt Dubstepper Skrillex. Ob er damit auf den globalen Kapitalismus anspielt, wissen wir nicht. Zu der folgenden Feststellung von Giorgio Agamben würde diese Lesart aber exakt passen:

„Gerade weil er mit all seiner Kraft nicht zur Erlösung, sondern zur Schuld, nicht zur Hoffnung, sondern zur Verzweiflung strebt, zielt der Kapitalismus als Religion nicht auf die Veränderung der Welt, sondern auf ihre Zerstörung.“

Giorgio Agamben, zitiert aus: „Der Kapitalismus ist eine leere Religion, die vollständig auf Glauben – also Kredit – beruht. Wie kann sie funktionieren?“ (NZZ vom 21.06.2020)

„No Problem, kann man alles technisch lösen!“

So tönen besonders gern jene Leute, deren Vorgänger uns bereits mit revolutionären neuen Techniken in die katastrophale Situation von heute hineinmanövriert haben.

Klingt strange? … Is aber so! Denn auch Carl Benz hat ja schon „technisch gelöst“! Ihm und seinen zahlreichen Kollegen haben wir all jene tollen Erfindungen zu verdanken, die nun bereits mehr als ein Jahrhundert lang den entscheidenden Beitrag zur finalen „WELTVERGASUNG“ leisten.

Und ja doch: WIR ALLE haben dabei fröhlich mitgemacht! War ja soo superbequem und komfortabel! Und lange Zeit hatten wir doch gar keine Ahnung, was wir mit unserer Denkfaulheit und mit unseren Distinktionswünschen so alles anrichten, was?

Seit ein paar Jahrzehnten lernen wir es nun aber mit zunehmender Intensität! Und seither kann sich niemand mehr herausreden. Stattdessen müssen wir uns endlich unserer Verantwortung für das weltweite Umwelt- und Klima-Desaster stellen.

Und von Tag zu Tag wird auch klarer:

Die hochtrabenden Problemlösungs-Vortäuschungen von Elon Musk und anderen Techno-Propheten und -Profiteuren werden uns dabei keinen Millimeter weiterhelfen.

Der Screenshot stammt aus dem online-Auftritt der Wirtschaftswoche vom 01.10.2022